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Schiedsstelle Zeuthen

Schillerstraße 1
15738 Zeuthen
Aufgabe der Schiedsstelle ist es, in einem Schlichtungsverfahren den Rechtsstreit im Wege des Vergleichs bzw. der gütlichen Einigung beizulegen. Das Verfahren wird auf Antrag durchgeführt.

Schiedsstelle Zeuthen

Schiedsstellen sind auf der Grundlage des Gesetzes über die Schiedsstellen in den Gemeinden vom 21.11.2000 in der derzeit geltenden Fassung einzurichten.

Die Aufgaben der Schiedsstelle werden von Schiedsfrauen und Schiedsmännern (Schiedspersonen) wahrgenommen. Sie sind ehrenamtlich tätig. Gemäß § 3 SchG muss die Schiedsperson nach ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten für das Amt geeignet sein und Wahlrecht besitzen. Des Weiteren sollte sie das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben und im Bereich der Schiedsstelle wohnen.

Die Schiedspersonen und deren Stellvertreter werden von der Gemeindevertretung auf fünf Jahre gewählt. Jede in der Gemeinde Zeuthen gewählte Schiedsperson wird durch das Amtsgericht bestätigt.

In der Gemeinde Zeuthen nehmen die Aufgaben der Schiedspersonen Petra Ehlert, 1. Schiedsperson und ihre Stellvertreterin Ellen Streich wahr.

Das Verfahren wird auf Antrag durchgeführt.

Auf gute Nachbarschaft!

Schiedsperson, Petra Ehlert vorgestellt

„Auf gute Nachbarschaft!“ – das klingt einfach und gut. Dass es aber im Leben oft anders kommt, davon können sicherlich viele berichten. Wird ein Grundstück erworben, dann sind die Nachbarn meist schon da. Der Großteil hat sicherlich Glück – entweder ein gutes oder neutrales nachbarschaftliches Verhältnis zu haben. Dass es oft auch anders sein kann, davon erfahren in erster Linie die Schiedspersonen einer Gemeinde. Denn hier wenden sich Einwohnerinnen und Einwohner hin, wenn es um Nachbarschaftsstreitigkeiten geht. Gemäß dem Motto: „Schlichten statt richten.“, werden in diesen Fällen zuerst die Schiedsstellen angehört, die versuchen in der Sache zu vermitteln, bevor es vor einem Gericht behandelt werden muss.

Seit 23. April 2021 ist Petra Ehlert 1. Schiedsperson in Zeuthen und füllt dieses Amt mit Engagement und Professionalität aus. „Die Leute sind dankbar, dass wir uns kümmern, wenn die Ämter nichts ausrichten können oder wenn einfach zugehört und Verständnis gezeigt wird.“ Meistens geht es um Grundstücksabgrenzungen – nicht richtig, zu hoch, zu dunkel oder aber um dauerhafte Lärmbelästigung direkt neben dem Zaun. Wenn die Bemühungen im Vorfeld zu vermitteln, um eine gemeinsame Lösung zu finden, scheitern, dann kommt es zu einer Schiedsverhandlung. Hierbei hat Frau Ehlert bereits die Erfahrung machen müssen, dass in der ersten viertel Stunde oft ordentlich gestritten wird. „Das muss man dann einfach mal aushalten.“, merkt sie augenzwinkernd an. Oft haben die Parteien schon lange nicht mehr geredet oder treffen sich wirklich nach zehn Jahren das erste Mal wieder. „Es darf alles auf den ,Tisch gebracht‘ werden und es darf auch gestritten werden - aber nur mit Regeln.“, betont Frau Ehlert. Nach ein bis zwei Verhandlungsterminen konnte bisher meist eine Einigung erzielt werden. Ziel ist es bei jeder Verhandlung, dass miteinander gesprochen wird und dass friedlich mit- bzw. nebeneinander gelebt werden kann.